Wo stehen wir

Im Dezember 2017 wurde der Verein „Bürgerbus Flecken Adelebsen e.V.“ mit dem Ziel gegründet, für alle sieben Ortschaften durch Verlässlichkeit und Nähe ein innerörtliches Mobilitätsangebot zu schaffen, das die Lücken im Fahrplan des ÖPNVs schließt und die Erreichbarkeit der Haltestellen aus den Randgebieten der Ortschaften verbessert. Der Aufgabenträger ZVSN (Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen) hat unseren Hinweis auf die Lücken im Fahrplan zum Anlass genommen und das ÖPNV Angebot mit den großen Linienbussen im Dezember 2018 erweitert, auf Grund dessen ein Bürgerbus (8 Fahrgäste + Fahrer) im Linienverkehr nicht mehr genehmigungsfähig ist. Trotz der spürbaren Verbesserung der Taktzeiten ist die Erreichbarkeit der Randbereiche in den Ortschaften weiterhin nicht gegeben und so schlug der ZVSN den Einsatz eines Dorfbusses vor, für den gem. ZVSN Förderrichtlinie ein Bezuschussung für die Fahrzeuganschaffung möglich ist. Voraussetzung ist u.a. der Betrieb eines Dorfbusses, wie er bereits in einigen Nachbargemeinden durchgeführt wird. Dort werden die Dorfbusse nach vorheriger telefonischer Anmeldung in einer Tür-zu-Tür Verbindungen eingesetzt. Dies ist besonders vorteilhaft für Personen mit eingeschränkter körperlicher Mobilität, bedeutet aber, dass so nur eine tägliche Fahrgastkapazität von ca. 4 – 5 Personen (entspricht 8 – 10 Fahrten pro Tag) erreicht werden kann.

Das Ziel unseres Vereins demgegenüber ist die Schaffung eines offenen innerörtlichen Mobilitätsangebotes für alle sieben Ortschaften durch Zuverlässigkeit und Nähe. Dabei legen wir Wert darauf, das Angebot zukunftsorientiert und entwicklungsfähig zu gestalten und so mittelfristig auch das individuelle Mobilitätsverhalten zu beeinflussen. Daher haben wir das Konzept „Adelebser-Acht“ entwickelt, das versucht, die Vorteile eines Bürgerbusses im Linienverkehr mit denen eines Dorfbusses zu verbinden. So sollte die „Adelebser-Acht“ zwar auch nur bei Bedarf (vorherige Telefonanfrage) fahren, jedoch weitestgehend innerhalb bekannter verlässlicher Zeitfenster. Damit könnte für jede Bürgerin und jeden Bürger eine offene und planbare Mitfahrgelegenheit angeboten werden und den Bedürfnissen der ehrenamtlichen Fahrer nach Planbarkeit wäre Rechnung getragen. Zusätzlich könnte für körperlich eingeschränkte Personen eine individuelle Tür-zu-Tür Beförderung angeboten werden und auch besondere Beförderungsangebote z.B. für Gruppen, Kindergärten, etc. wären möglich.

Leider ist unser innovatives Konzept laut ZVSN nicht förderungs- und genehmigungsfähig. Eine Bereitschaft mit uns gemeinsam neue innovative Alternativen zu entwickeln, ist derzeit von Seiten des ZVSN nicht erkennbar.